CD Projekt Red will mehr Spiele machen – aber nicht jedes verdammte Jahr einen neuen Titel abfeuern. Das hat Co-CEO Michał Nowakowski klar gemacht und damit ein wichtiges Signal an die Community gesendet.
Qualität statt Quantität
Das ist eigentlich eine ziemlich wichtige Aussage. Denn im AAA-Segment leiden viele Studios unter dem Druck, regelmäßig Content liefern zu müssen. Das Resultat: Burnout bei den Entwicklern und polierte Rohkost für Spieler. CD Projekt Red hat sich da nach den Debakel-Starts von Cyberpunk 2077 und den miesen Arbeitsbedingungen gedanken gemacht.
Nowakowski signalisiert hier: Ja, wir werden produktiver, aber wir bauen nicht am Fließband. Das ist eine realistische Ansage, gerade weil CD Projekt Red aktuell sowohl an The Witcher 4 als auch an einem neuen Cyberpunk-Spin-off arbeitet.
Das Witcher-Problem
Die Frage bleibt: Wie sieht dieser Kurs praktisch aus? CD Projekt Red ist nicht Naughty Dog oder Rockstar Games mit gigantischen Budget-Brocken. Das Studio muss effizienter werden, ohne dabei die Qualitätsstandards zu opfern, die sie eigentlich haben sollten.
Besonders interessant ist das vor dem Hintergrund, dass The Witcher 4 noch Jahre entfernt sein dürfte. Zwischen großen Titeln könnten kleinere Projekte wie das Cyberpunk-Spin-off Breathing Room schaffen – sowohl für die Spieler als auch für die Entwickler.
Die Balance finden
Am Ende ist das eine gesunde Einstellung. Die Zeiten, in denen Sequels im zwei- oder dreijährigen Rhythmus rauskamen, sind für ambitionierte Open-World-Studios vorbei. Wer das nicht kapiert hat, kriegt Cyberpunk 2077 unter die Nase gerieben.
Wenn CD Projekt Red es schafft, zwischen großen Blockbustern kleinere Projekte einzuschieben und dabei die Entwickler nicht auszubrennen, könnte das ein neuer Standard werden. Andere sollten das genau beobachten.