CD Projekt Red braucht noch einen Hit – und setzt auf The Witcher 4
Es ist ein Jahr her, dass Cyberpunk 2077 in einem desaströsen Zustand startete. Trotz massiver Patches und des gelungenen Anime-Ableger Cyberpunk: Edgerunners bleibt der Launch ein Makel in der Firmengeschichte. CEO Michał Nowakowski will das nicht hinnehmen – und gibt zu, dass die vollständige Rehabilitation des Studios noch aussteht.
Die Sache mit der Reputation
Was oft übersehen wird: CD Projekt Red ist nicht komplett zerstört. Die Witcher-Reihe genießt bis heute kultstatus, dass sogar über 10 Jahre nach dem letzten Spiel eine neue Erweiterung geplant ist. Cyberpunk selbst hat trotz des verhunzten Launches eine massive kulturelle Präsenz – man kann nicht über moderne Sci-Fi-Games reden, ohne es zu erwähnen.
Aber psychologisch sitzt der Vertrauensbruch tief. Wer damals 60 Euro auf den Tisch legte, bekam auf älteren Konsolen ein bugverseuchtes Spiel. Das verzeihen Spieler nicht einfach so.
The Witcher 4 als Chancen-Reset
Nowakowski weiß, dass nur ein großer, erfolgreicher Release die Narrative ändern kann. The Witcher 4 soll dieser Hit werden. Mit Geralt-Neustart und neuer Story-Richtung versucht das Studio, den Fokus weg von Cyberpunk zu lenken und zurück zu dem, wofür sie geliebt werden.
Das ist kein einfaches Unterfangen. Ein mittelmäßiges oder bugges Witcher 4 würde das Loch nur noch tiefer graben. CD Projekt Red braucht einen Hit im Smith-Kaliber – technisch sauber, spielerisch überzeugend, narrativ brillant.
Fazit
Das Vertrauen ist zurück, aber nicht das volle. CD Projekt Red muss sich beweisen, nicht mit Marketing-Worten, sondern mit einem verdammt guten Spiel. The Witcher 4 ist die nächste Chance – und wahrscheinlich die wichtigste des Studios in diesem Jahrzehnt.
